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Peter Paul Jacob Hodiamont
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Jahresgabe 2013 - »März«


Langsam erwachen unsere Sinne. Die schwarz-braune ungebrochene Erde wird gedüngt aus dem großen Fass: es stinkt nach Vergangenheit. Wer Fruchtbarkeit und Wachstum spürt, atmet tief durch.

Der Bast der Zweige verfärbt sich sachte, Knospen werden sichtbar für den, der mit der Zukunft rechnet.

Die Sonne ist nur halb zu sehen und teilt ihre Macht mit den Bisen des März.

Der Horizont wird hell. Auf den Wegen liegen Zeichen der Passion: die Nägel, Hammer und Zange, die Dornenkrone und die Würfel als Zeichen der Scham.

Der wachsame Hahn des Petrus hat den Verrat und den Frühling im Kopf.

Das zarte Weiß der Schneeglöckchen, das Violett und Gelb der Krokusse, das Gelb-Grün der weichen Haselkätzchen färben den dunstigen Grund, der sich am letzten Schneewasser sattgetrunken hat.

Frühaufsteher zählen die Minuten der sich längenden Tage bis zur Tag-Nund-Nacht-Gleiche. Wohnungen und Häuser werden geputzt oder gar mit frischer Farbe gestrichen, die Dächer in Ordnung gebracht.

Frühe Arbeit im Garten; den Platz des Motorrades und des Mopeds nimmt der Schlitten ein. Die Zeit der Arbeitskämpfe und Tarifverhandlungen.

Wer es sich leisten kann und auf sich hält, macht Ski-Urlaub und prahlt mit frischer Bräune.

Peter P.J. Hodiamont



Holzschnitt aus dem Zyklus
»Bäume des Lebens«
das Motiv »März«, entstanden 1988.
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