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Peter Paul Jacob Hodiamont
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Peter P. J. Hodiamont

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Alter Ego - Arbeit der Kunst, Kunst der Arbeit


Die ARBEIT DER KUNST und die KUNST DER ARBEIT, die ich in Freuden und unter Schmerzen verrichte, haben mir immer diejenigen bewundernd vorgeworfen, die wegen beruflicher Unzufriedenheit sich selbst bedauern.

Als Handwerker und Künstler schätze ich von Gottes Instrumenten nach den Augen, am meisten die Hände des Menschen. Wir haben sie verlängert mit Hammer und Amboß, mit Glasschneider, Pinsel und Spachtel. Täglich danke ich für diese Werkzeuge, die öffnen und schließen, drohen und trösten, schlagen und streicheln, ziehen und stoßen können. Mit jungen Menschen ohne Arme, mit Blinden ohne Augenlicht durfte ich arbeiten. Es machte mich sehr nachdenklich.

Mit den, nach dem Kunststudium aus sozialer Notwendigkeit abgelegten, Gesellen-und Meisterprüfungen wurde ich befähigt und gleichzeitig verführt, mich zahlreicher Materialien zu bedienen. So wurde mit zunehmender Einsicht in die Welt der Stoffe meine Fähigkeit des Staunens immer größer; im gleichen Maße nahm meine Bewunderung anderer Menschen ab. Ich stellte fest, daß ich einer von vielen Ochsen auf einer großen Wiese bin.

Mein Arbeits- und Berufs-Ethos wurde durch Elternhaus, Kloster- und Handwerksjahre stark geprägt, und darum profitierte ich im Bereich der Kunst nicht zuletzt auch durch Leitbilder christlicher Ethik. Es ist sicher nicht leicht, in der perversen Welt der Kunst-Mafia, in einem Raum des fast ausschließlich merkantilen und ökonomischen Denkens, im Umgang mit der Maßlosigkeit anderer Künstler, sich ständig neu einzuordnen, so daß man weder unter Depressionen, noch unter Hoffart leidet.

H. Hesse sagt: ,Kunst ist Betrachtung der Welt im Zustand der Gnade". Dies ist sicher eine demütige Einstellung gegenüber dem Schöpfer. Da ich aber nun durch die Gnade (= das unverdiente Geschenk Gottes) in diesem großen solidarischen Dienstleistungsbetrieb auserwählt bin, werde ich niemanden ausnutzen, auch nicht durch meine Preisgestaltung. Meine Kunst und meine Arbeit müssen erwerbbar und bezahlbar sein, da ich im Dienste aller stehe und nicht für eine elitäre Gruppe arbeite. Aus diesem Grunde, und bereits seit meiner Akademiezeit, gilt mein Zorn den Kunsthändlern, den Galeristen und ähnlichen Museumsleuten. Sie können nicht die selbstverständliche Gelassenheit eines Künstlers haben, der sein Ende nicht fürchten muß, da er fortbesteht.

Sie, die oft lächerlich dekorierten hc - und Honorar-Clowns, selbst ernannt oder öffentlich angestellt, wissen um die kurze Frist ihres Tuns, üben Macht aus, fördern oder zerstören nach ihrem Ermessen, wie es auch die demagogischen Medien vorzüglich können.

Nicht meine ich die wirklichen Mäzene, Gönner und Förderer der Kunst, ohne die künstlerisches Tun nie möglich war.

Früh folgte ich dem Rat eines Otto Pankok, die Hände von solchen Händlern zu lassen und ein großes Arbeitsatelier einzurichten, Besucher und Freunde zu empfangen.

In der Provence packt mich die Wut, wenn ich beobachte, daß sie alle ihren Profit machen mit einem van Gogh, den sie damals zum Teufel jagen wollten. Und erst einmal die Auktionstempel, die Schlachthäuser des Künstler-Elends!










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