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Peter Paul Jacob Hodiamont
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Alter Ego - Eros


"EROS ist die Triebfeder meiner Arbeit!" Immer, wenn ich dies meinen Besuchern beim Gang durch die Ateliers bekenne, schauen sie mich teils belustigt, teils mißtrauisch an und nehmen ihre Töchter auf die Seite. Wie kann man dies öffentlich zugeben! So ist diesem Begriff und den weit über tausend Akt-(= Nackt) Bildern ein Abschnitt zuzuordnen.

Durch die Jahrhunderte alte Irrlehre der Kirche und die patriarchalische Behandlung des Begriffes Sexus ist alles etwas durcheinandergeraten. Gott, der die Agape ist, hat neben der gut beleumundeten Caritas auch den Sexus und den höher entwickelten Eros geschaffen. Eros ist entwickelte, verfeinerte, vergeistigte, sublimierte Sexualität. Er ist keine Triebhandlung.

Sexualität wurde von den Männern als Herrschaftsinstrument mißbraucht, während Eros keine Herrschaft kennt, er ist herrschaftsfrei oder anarchisch.

So sehe ich mein erotisches Kulturschaffen: zwar Lenkung, aber keine Ausbeutung ökonomischer oder geistiger Art, schöpferisch und beziehungsstiftend, aufrüttelnd, aber Frieden stiftend.

Festliche Mahlzeiten, Essen, Trinken und Rauchen liebe ich aus erotischen Gründen. Übrigens habe ich dies aus Jesu Unbefangenheit im Umgang mit diesen sinnlichen Dingen, mit Männern und Frauen, gelernt. Lukas (8, 1-3) spricht von Jesu gemeinsamem Leben mit Jüngern und Jüngerinnen. Es war eine Frau, die Jesus inmitten von Männern gegen alle Gesetze die Füße salbte.

Gott ist der Schöpfer des Eros und der Sexualität und dieses sexuellen Planeten; er hat ihn nicht zweckgerichtet, nur auf die Fortpflanzung bedacht, erfunden.

So schrieb ich auf die Wand eines Raumes, in welchem nur weibliche Akte hängen: "Kunst ist niemals unanständig, Unanständiges ist keine Kunst!", womit ich meine Auffassung von Eros und Sexus in der Kunst anzeige.

So ging ich - aus einem Sieben-Mädel-Haus kommend - nach sieben Klosterjahren unter Nur-Männern als Lehrer an eine Mädchenschule, in der, wie die Chefin des Hauses testierte, der Funke immer übersprang. Ich nutzte die geschlechtliche Polarität zu meinem und der Schüler Nutzen aus. Ohne diese Schuljahre hätte ich mich selbst nicht entdeckt.

Es ist also eine Irrlehre, den Eros als selbstgerichtet, Nächsten-Liebe-feindlich, nur auf Genuß und das Schöne gerichtet, zu werten.

Eros besitzt Macht, die ich genieße und ausnutze, aber nicht Herrschafts-Macht, sondern Lebens - Macht. Das eine ergänzt das andere wobei die Nächstenliebe oder Agape das Höchste ist.




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