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Peter Paul Jacob Hodiamont
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Alter Ego - Vom Narzismus


Wenn auch bereits vom Narzismus die Rede war, soll über SELBSTLIEBE, Selbstsucht, Eitelkeit und Egoismus etwas gesagt werden.

In klösterlicher Leibfeindschaft erzogen -zahllose Ehefrauen und -männer meiner Generation leiden heute noch unter diesem Trauma - hatte ich meine Schwierigkeiten mit der Klärung dieser Liebesbegriffe. Uns sagte man, es sei zwar eine Tugend, andere zu lieben, aber eine Sünde, sich selbst zu lieben. Man warf Selbstliebe und Selbstsucht in einen Topf. Dies war im Grunde calvinistisches Gedankengut, nicht Neues Testament, nicht Frohbotschaft.

Der Narzismus, der den Menschen im frühesten Stadium auszeichnet, vielfach aber geistig nicht aufgearbeitet und integriert wird und darum potenziert zurückkehrt, macht den Menschen zur Liebe unfähig. Meine Beobachtungen von Mutter-Kindbeziehungen (vor allem) bestätigen dies immer wieder. Todesanzeigen wie: lhre ganze Liebe galt nur den "Ihrigen", sind so verlogen wie gefährlich.

Die Liebe zu mir selbst und zu anderen schloß sich nie aus. Mit jedem Kunstwerk wuchs mein Verhältnis zu anderen menschlichen Wesen. Da alles, was ich gestalte, auch die Landschaft, sich auf den Menschen bezieht, werde ich selbst mit einbezogen, da ich ein Teil des Ganzen bin. Dies gilt besonders bei der Herstellung von Portraits und Selbstbildnissen, da ich dann ganz nah an den anderen herangerate. Die Menschen, z.B. beim Zyklus "die Alten", bei den zahlreichen Aktzeichnungen, sind Objekte meiner Geisteshinrichtung und meiner Gefühle. Aber: ich selbst bin ebenfalls "mein Objekt". Es ist also eine Liebe, die nicht teilbar ist. Die selbstsüchtige Entblößung, "ihr ganzes Leben war nur Aufopferung für ihre Kinder", beweist die Unfähigkeit, Fremde lieben zu können. Hinter der Fassade der Selbstlosigkeit verbirgt sich eine gefährliche Egozentrik. Meine Selbstbildnisse sind nicht Selbstzweck; ich male sie für die anderen.

Die Vaterliebe, die meistens, bedingungsweise und von erfüllten Forderungen abhängig ist, hatte ich jahrelang beim eigenen Vater verscherzt durch "Ungehorsam", d.h.: In vielen Bereichen erfüllte ich nicht seine Erwartungen.

Ich hoffe, gleichwohl gegen die Naturgesetzmäßigkeiten, daraus gelernt zu haben bei drei Söhnen, die ebenfalls im künstlerischen Bereich tätig sind.














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